Stand: 24. September 2026
Geschäftsbedingungen
Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung des Chatbots von Veradicta. Sie richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
1. Geltungsbereich und Vertragspartner
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Veradicta (Inhaber: Maximilian Bertsch), nachfolgend „Veradicta“, und ihren Kunden über die Bereitstellung des Chatbots.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, also an Personen, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist nicht vorgesehen. Der Kunde bestätigt seine Unternehmereigenschaft im Bestellvorgang oder auf Anforderung in Textform.
Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, Veradicta stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.
2. Gegenstand des Vertrags
Veradicta stellt dem Kunden einen Chatbot zur Verfügung, der über einen bereitgestellten Codeschnipsel in die Website des Kunden eingebunden wird. Der Chatbot beantwortet Fragen von Besuchern auf Grundlage der Informationen, die der Kunde hinterlegt.
Zum Leistungsumfang gehört ein Zugang zum Kundenportal, in dem der Kunde die Informationen pflegt, vergangene Gespräche einsieht und erfasste Kontaktanfragen abruft.
Der Chatbot läuft auf Servern von Veradicta. Der Kunde erhält keine Kopie der Software und kein Recht, sie außerhalb der eigenen Website einzusetzen.
Den Einbau des Codeschnipsels nimmt der Kunde oder ein von ihm beauftragter Dritter vor. Gelingt er nicht auf Anhieb, begleitet Veradicta den Kunden dabei über eine Bildschirmübertragung, bis der Chatbot auf dessen Website läuft.
In jeder Stufe richtet Veradicta den Chatbot zum Start einmalig selbst ein: Sie trägt die Informationen des Kunden ein und nimmt die Grundeinstellungen des Chatbots vor. Grundlage sind die Website des Kunden und Unterlagen, die er dafür überlässt. Der Kunde prüft das Eingetragene und ergänzt es; für die Richtigkeit der hinterlegten Informationen bleibt er verantwortlich.
Veradicta erstellt keine Websites und nimmt selbst keine Änderungen an der Website des Kunden vor. Die Begleitung beim Einbau erfolgt beratend; den Codeschnipsel setzt der Kunde ein.
3. Zustandekommen des Vertrags
Die Darstellung des Angebots auf der Website ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
Mit dem Abschluss des Bestellvorgangs gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, sobald Veradicta die Bestellung in Textform bestätigt oder den Zugang zum Portal für eine gebuchte Stufe freischaltet. Die Freischaltung für eine Testphase nach Abschnitt 4 ist keine Annahme dieses Angebots.
4. Testphase
Veradicta kann dem Kunden vor Vertragsschluss eine kostenlose Testphase einräumen. Sie beträgt vierzehn Tage, gerechnet ab dem Tag der Freischaltung; der letzte Tag ist eingeschlossen.
Während der Testphase steht der Chatbot in der jeweils gewählten Stufe zur Verfügung. Das enthaltene Gesprächsvolumen beträgt die Hälfte des für diese Stufe ausgewiesenen monatlichen Volumens, da die Testphase vierzehn Tage umfasst. In der Stufe Ultimate, die kein monatliches Volumen ausweist, ist das Gesprächsvolumen während der Testphase auf 500 Gespräche begrenzt. Mit Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements gilt das volle monatliche Volumen der gebuchten Stufe. Ein Entgelt wird für den Testzeitraum nicht geschuldet. Zahlungsdaten werden dafür nicht erhoben.
Die Testphase geht nicht von selbst in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Sie endet mit Ablauf des letzten Tages, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Veradicta schaltet den Bot danach ab, sofern der Kunde nicht vorher eine Stufe bucht.
Für die Dauer der Testphase gelten die Fristen zu Reaktion und Behebung aus dem Abschnitt „Verfügbarkeit und Störungen“ nicht.
5. Preise und Zahlung
Abrechnungszeitraum im Sinne dieser Bedingungen ist der Monat, der mit dem Tag der Freischaltung beginnt.
Die Nutzung kostet je nach gebuchter Stufe: Small 129 € je Monat, Medium 249 € je Monat, Big 329 € je Monat, jeweils zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, soweit sie anfällt. Alle Preisangaben auf der Website verstehen sich als Nettopreise, da sich das Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet. Für Stufen ohne veröffentlichten Preis gilt der individuell vereinbarte Betrag.
Im Preis enthalten ist je Abrechnungszeitraum das folgende Volumen an Gesprächen: Small 150 Gespräche, Medium 350 Gespräche, Big 750 Gespräche, Ultimate nach individueller Vereinbarung. Ist das enthaltene Volumen aufgebraucht, beantwortet der Chatbot bis zum Beginn des nächsten Abrechnungszeitraums keine weiteren Anfragen; eine automatische Nachberechnung findet nicht statt. Der Kunde kann jederzeit in eine höhere Stufe wechseln; sie wird mit der Freischaltung wirksam, und das erhöhte Volumen steht ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung. Die Differenz zur bisherigen Vergütung wird für den laufenden Abrechnungszeitraum anteilig berechnet.
Zum Leistungsumfang gehört je Stufe außerdem der folgende Umfang an hinterlegtem Wissen, gerechnet über Freitext, eingelesene Seiten und Dateien zusammen: Small: Bis zu 50.000 Zeichen Wissen, Medium: Bis zu 100.000 Zeichen Wissen, Big: Bis zu 150.000 Zeichen Wissen, Ultimate: Bis zu 1.000.000 Zeichen Wissen. Der Kunde kann in der Stufe Small einen Portalzugang anlegen, in Medium und Big je fünf und in Ultimate zwanzig. Ab der Stufe Medium kann er den Chatbot mit einem WhatsApp-Zugang verbinden und einen Produktkatalog anbinden, ab der Stufe Big zusätzlich eine Schnittstelle einrichten, über die der Chatbot Ereignisse an ein von ihm benanntes System meldet.
Zusätzlich zur gebuchten Stufe kann der Kunde einzeln buchbare Bausteine hinzunehmen, soweit seine Stufe sie zulässt. Es gilt der Betrag, der ihm vor dem Buchen angezeigt wird, zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Er wird zusammen mit der Stufe monatlich abgerechnet; für den angefangenen Monat anteilig.
Einen Baustein kann der Kunde jederzeit im Portal abbestellen. Er bleibt bis zum Ende des bezahlten Zeitraums nutzbar und wird danach nicht mehr berechnet.
Eine Einrichtungsgebühr wird nicht berechnet.
Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig. Die Zahlung erfolgt über den im Bestellvorgang gewählten Weg. Veradicta stellt für jeden Abrechnungszeitraum eine Rechnung in elektronischer Form bereit; der Kunde stimmt dem elektronischen Rechnungsversand zu.
Gerät der Kunde mit einem Betrag in Höhe von mindestens einer Monatsvergütung länger als vierzehn Tage in Verzug, kann Veradicta den Zugang nach vorheriger Ankündigung in Textform mit einer Frist von sieben Tagen vorübergehend sperren. Der Vergütungsanspruch bleibt davon unberührt. Nach Ausgleich des Rückstands schaltet Veradicta den Zugang unverzüglich wieder frei.
Wird eine bereits geleistete Zahlung vom Kunden oder seinem Zahlungsdienstleister zurückgeholt, ohne dass ihm ein Anspruch darauf zusteht, kann Veradicta den Zugang nach Ankündigung in Textform mit einer Frist von drei Tagen sperren. Die Ankündigung erfolgt unverzüglich nach Kenntnis. Nach Ausgleich schaltet Veradicta unverzüglich wieder frei.
6. Laufzeit und Kündigung
Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit; eine Mindestlaufzeit besteht nicht.
Er kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden. Die Kündigung bedarf der Textform; eine E-Mail genügt. Soweit im Kundenportal eine Kündigungsschaltfläche angeboten wird, genügt auch deren Betätigung.
Das Recht beider Seiten zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Nach Vertragsende wird der Bot abgeschaltet. Die vom Kunden hinterlegten Inhalte und die Gesprächsverläufe werden gelöscht, sobald dreißig Tage seit Vertragsende abgelaufen sind, spätestens im ersten täglichen Löschlauf danach. Der Zugang zum Kundenportal bleibt bis dahin bestehen, damit der Kunde seine Daten selbst mitnehmen kann: Unter „Einstellungen“ lädt er sie jederzeit als Datei in einem gängigen, maschinenlesbaren Format herunter. Unabhängig davon kann er ihre Herausgabe innerhalb dieser Frist auch von Veradicta verlangen.
7. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm hinterlegten Informationen richtig sind und keine Rechte Dritter verletzen. Veradicta prüft die Inhalte nicht.
Der Kunde bindet den Codeschnipsel selbst in seine Website ein oder lässt ihn durch einen Dritten einbinden. Er sorgt dafür, dass seine eigene Datenschutzerklärung den Einsatz des Chatbots abdeckt.
Zugangsdaten zum Portal sind vertraulich zu behandeln und dürfen nicht an Dritte außerhalb des Unternehmens des Kunden weitergegeben werden.
Der Kunde setzt den Bot nicht für rechtswidrige Zwecke ein und unternimmt nichts, was den Betrieb übermäßig belastet oder stört.
Der Kunde räumt Veradicta das nicht ausschließliche, auf die Laufzeit des Vertrags beschränkte Recht ein, die von ihm hinterlegten Inhalte zu speichern, zu verarbeiten und für die Beantwortung von Besucherfragen zu verwenden. Weitergehende Rechte erwirbt Veradicta nicht.
8. Verfügbarkeit und Störungen
Veradicta erbringt die Leistung nach dem Stand der Technik. Eine bestimmte Verfügbarkeit in Prozent sagt Veradicta nicht zu.
Planbare Wartungsarbeiten kündigt Veradicta nach Möglichkeit vorher an und legt sie in Zeiten geringer Nutzung.
Störungen meldet der Kunde in Textform. Veradicta reagiert darauf innerhalb von 24 Stunden und behebt Störungen, die in ihrem Verantwortungsbereich liegen, spätestens innerhalb von 48 Stunden nach der Meldung.
Zeiten, in denen die Leistung aus Gründen nicht verfügbar ist, die Veradicta nicht zu vertreten hat, insbesondere Störungen der Website des Kunden, seines Internetzugangs oder Ereignisse höherer Gewalt, begründen keine Ansprüche gegen Veradicta. Für Dienstleister, die Veradicta zur Erbringung der Leistung einsetzt, gilt der Abschnitt zur Haftung.
Das Recht zur Minderung der Vergütung kann der Kunde erst ausüben, nachdem er den Mangel in Textform angezeigt und Veradicta angemessene Gelegenheit zur Behebung gegeben hat. Zeiten angekündigter Wartung gelten nicht als Mangel.
9. Grenzen automatisch erzeugter Antworten
Der Chatbot erzeugt Antworten mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Solche Antworten können trotz sorgfältiger Einrichtung unvollständig oder sachlich falsch sein. Das liegt in der Natur der Technik und lässt sich nicht vollständig ausschließen.
Der Chatbot gibt keine Rechts-, Steuer- oder Gesundheitsberatung und trifft keine verbindlichen Zusagen im Namen des Kunden. Der Kunde weist Besucher in geeigneter Form darauf hin, dass sie mit einem automatischen System sprechen.
Die inhaltliche Richtigkeit einzelner Antworten des Bots schuldet Veradicta nicht; geschuldet ist der Betrieb des Systems nach Abschnitt 8. Die Verantwortung für Erklärungen gegenüber Besuchern der Website trägt der Kunde. Für Schäden haftet Veradicta nach Abschnitt 11.
10. Datenschutz
Soweit Veradicta bei der Erbringung der Leistung personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, ist der Kunde Verantwortlicher und Veradicta Auftragsverarbeiter im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung.
Die Einzelheiten regelt ein gesonderter Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, der vor Beginn der Verarbeitung abgeschlossen wird und Vorrang vor diesen Bedingungen hat. Seinen vollständigen Wortlaut finden Sie unter veradicta.com/auftragsverarbeitung.
Wie Veradicta mit den Daten der Besucher ihrer eigenen Website umgeht, steht in der Datenschutzerklärung.
11. Haftung
Veradicta haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit. Das gilt auch für ein Verschulden ihrer gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet Veradicta, auch für ihre gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen, nur für die Verletzung einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz und die Haftung aus einer ausdrücklich übernommenen Garantie bleiben unberührt.
Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Absatz 1 Alternative 1 BGB), ist ausgeschlossen. Das gilt nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
Für den Verlust von Daten haftet Veradicta im Rahmen der vorstehenden Absätze und nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Sicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre, soweit dem Kunden eine solche Sicherung möglich war.
12. Änderungen dieser Bedingungen
Veradicta kann diese Bedingungen ändern, wenn dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage oder an Änderungen der Leistung erforderlich ist und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
Änderungen teilt Veradicta dem Kunden mindestens sechs Wochen vor Wirksamwerden in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von sechs Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weist Veradicta in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Seite den Vertrag zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens kündigen.
Änderungen der Vergütung, des enthaltenen Gesprächsvolumens und des sonstigen Leistungsumfangs sind von dieser Regelung ausgenommen. Sie bedürfen einer Vereinbarung mit dem Kunden. Veradicta kann eine Änderung stattdessen anbieten und den Vertrag für den Fall der Ablehnung zum Ende der vereinbarten Laufzeit kündigen.
13. Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Augsburg. Veradicta ist auch berechtigt, am allgemeinen Gerichtsstand des Kunden zu klagen.
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus diesem Vertrag zu.
Der Kunde kann seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit Zustimmung von Veradicta auf einen Dritten übertragen. Die Zustimmung darf nicht ohne wichtigen Grund verweigert werden.
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
Sollte eine Bestimmung dieser Bedingungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.